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Auch in diesem Jahr ermöglichten Mitgliedsunternehmen des Zentralverband der Elektroindustrie wieder einigen Studierenden unterschiedlicher Universitäten in Deutschland am ZVEI-Jahreskongress in Berlin teilzunehmen. Dieses Jahr stand der Kongress unter dem Motto „Vernetzung. Sicherheit. Vertrauen. Die digitale Welt gestalten“.
Diesem Motto folgend, lag der Schwerpunkt der Vorträge und Diskussionen auf den Themenbereichen Industrie 4.0, Digitalisierung und der damit einhergehenden Transformation der Wertschöpfungsketten. So mahnte Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, dass „50% der heutigen Wertschöpfung in Zukunft verloren gehen“ würde. Diese drastische Zahl zeigt deutlich, dass sich die Elektroindustrie in einem Wandel befindet.
Gerade um im internationalen Wettbewerb zu bestehen und bei Themen wie dem Freihandelsabkommen TTIP auf Augenhöhe verhandeln zu können sei es für ein vom Export so abhängiges Land wie Deutschland unabdingbar, eine stärkere europäische Integration voranzutreiben, so Elmar Brok, Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten im Europäischen Parlament. Er betonte jedoch, dass es auch darüber hinaus unmöglich sei, globalen Themenkomplexen wie der Flüchtlingskrise, dem Klimawandel oder der Destabilisierung durch Terrorismus allein auf nationalstaatlicher Ebene zu begegnen.
So stand der diesjährige Kongress ganz allgemein im Zeichen der deutsch-französischen Partnerschaft. Einige Vertreter der französischen Schwesterverbände waren vertreten und unterstützten den deutschen Kurs der Zusammenarbeit und europäischen Integration.
Angela Merkel versprach, dass bis 2018 alle Haushalte in Deutschland mit mindestens 50Mbit ans Internet angeschlossen sind. Des weiteren war sie begeistert von den Fortschritten der Elektroindustrie im Bereich Industrie 4.0, denn die vom Präsident des ZVEI Michael Ziesemer geforderten „100 Implementierungen von Industrie 4.0 Anwendungen“ wurden bereits auf der diesjährigen Hannover Messe weit übertroffen.
Dass es jedoch trotz all der Erfolge, die in den vergangenen Jahren in Deutschland und Europa erzielt wurden, nicht angebracht ist bequem zu werden, wurde von Prof. Dr. Gunter Dueck deutlich auf ironische weise dargelegt, indem er den Deutschen nahelegte, genauso „hysterisch“ wie die Amerikaner zu werden und Digitalisierung dadurch voranzubringen „einfach mal zu machen“. Dies ist besonders notwendig, da es keine „Blaupause der Digitalisierung“ gibt, so Ziesemer.
Auch Andrea Nahles war mit einem Zwischenstand über das aktuelle Grünbuch und dem gegen Ende des Jahres zu veröffentlichen Weißbuches zur deutschen Arbeitsmarktpolitik vertreten und bot dem ZVEI die Möglichkeit eines Dialoges zu dessen Bedürfnissen an. Frau Nahles verdeutlichte, dass Automatisierung und Vernetzung den Arbeitnehmern vor allem in der Produktion körperlich entlasten und so viele Chancen bietet.

Darüber hinaus gab es noch viele weitere Spannende Diskussionen und Reden, u.a. von Vertretern aus der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Moderiert wurden die Runden von Ranga Yogeshwar und Jo Schück, die beide aus dem Fernsehen bekannt sind.
Extra für die Studierenden gab es bereits vor dem Kongress eine Veranstaltung gemeinsam mit den Unternehmen, die den Aufenthalt finanziell möglich machten. Dabei wurde ausgiebig über verschiedene Themen wie die Digitalisierung des Bewerbungsprozesses, den Unterschied zwischen KMU und Großunternehmen oder die Vorteile von Fach- und Managementkarriere diskutiert. Bei dieser Veranstaltung gab es die Möglichkeit, die Studierenden der anderen Hochschulgruppen kennenzulernen oder alte Kontakte zu pflegen, sowie die Verbindung zu den teilnehmenden Unternehmen herzustellen.
Da bei dieser Veranstaltung das Netzwerken und der Austausch im Vordergrund steht, gab es während der Programmpausen immer wieder die Möglichkeit zu spannenden Gesprächen und neuen Erkenntnissen. Auch die Abendveranstaltung im Tipi am Bundeskanzleramt ermöglichte den Austausch in lockerer Atmosphäre, wodurch auch die Teilnehmenden Studierenden die Möglichkeit hatten, viele neue Erfahrungen zu sammeln.
Alles in allem war die Teilnahme am ZVEI-Jahreskongress auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg für die Teilnehmenden Studierenden. Mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen ging es so nach zwei Anstrengenden Tagen wieder zurück nach Darmstadt.