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Im Februar erreichte uns eine Einladung zu einem der großen Branchenkongresse in Deutschland, dem Jahreskongress des ZVEI. Der Zentralverband Elektroindustrie (ZVEI) vertritt den zweitgrößten Industriesektor Deutschlands, die Elektroindustrie, in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Im Rahmen einer Kooperation des VDE YoungNet und des ZVEI werden jedes Jahr 50 Studenten aus den VDE Hochschulgruppen zum Jahreskongress eingeladen. Mit der ZVEI Nachwuchsinitiative sollen nicht nur Kontakte zwischen Unternehmen und möglichen Bewerbern geknüpft, sondern auch das ehrenamtliche Engagement der Studenten im YoungNet honoriert werden. Neben der Kongressteilnahme wurden uns die Anreise mit der deutschen Bahn sowie die Hotelübernachtung komplett durch Mitgliedsunternehmen des ZVEI gesponsert. Hierfür bedanken wir uns an dieser Stelle bei allen Sponsoren. Schon einen Tag vor Kongressbeginn reisten wir, eine Gruppe von fünf Studenten, nach Berlin und hatten den Nachmittag und Abend zur freien Gestaltung in Berlin. Bevor am nächsten Tag mittags der eigentliche Kongress begann, trafen wir uns mit Vertretern der uns unterstützenden Unternehmen zur ZVEI Nachwuchsveranstaltung. In einem Workshop diskutierten wir aktuelle Themen im Zusammenhang mit unserer persönlichen Vorstellung von beruflicher Entwicklung, Work-Life-Balance und Arbeitsumfeld. Nach einem leckeren Mittagessen startete der eigentliche Kongress der unter dem Titel „Industrie 4.0 – Vernetzung – Wertschöpfungsnetzwerke“ stand.

Am ersten Kongresstag sprachen unter anderem Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel, der europäische Kommissar für digitale Infrastruktur Günther Oettinger und der Leiter der Münchener Sicherheitskonferenz Wolfgang Ischinger. Die Themen konzentrierten sich vor allem auf die politischen Rahmenbedingungen Rund um das Thema Industrie 4.0 sowie um Konzepte und die Implementierung einer digitalen Wertschöpfungskette. Aber auch Sicherheitsaspekte sowohl im Hinblick auf Datensicherheit als auch auf politische Krisen spielten eine Rolle. Der Vorsitzende von UNICEF Deutschland Dr. Jürgen Heraeus stellte die Frage nach der moralischen Vertretbarkeit von Handel und Wertschöpfung in einer globalisierten Welt. Nach dem Ende des ersten Kongresstages wurden alle Teilnehmer mit Bussen zum Hamburger Bahnhof gebracht, einer Veranstaltungslocation in der Nähe des Berliner Hauptbahnhofes. Dort konnte man sich bei leckerem Essen und kühlen Getränken über den Tag austauschen und Kontakte knüpfen. Wir konnten in spannenden Gesprächen mit den Entscheidern der Elektroindustrie Einblicke in Projekte und Arbeit von bekannten aber auch von für uns neuen Unternehmen gewinnen.

Nach einem leckeren Bio-Frühstück im Hotel starteten wir frisch und gestärkt in den zweiten Kongresstag. Den Kongress bestimmten an diesem Tag Vorträge und Podiumsdiskussionen zu den Themen Umsetzung und Komplexität von Industrie 4.0, es sprach unter anderem Siemens Vorstandsmitglied Klaus Helmrich. Der Technikvorstand des Industrial Internet Consortium stellte ausführlich seinen Verband, dessen Ziele und Schnittmengen mit der Arbeit des ZVEI vor und warb für mehr Kooperation. Die Präsentationen und Panels führten auch in unserer Gruppe zu hitzigen Debatten.

Mit dem ZVEI Jahreskongress konnten wir einen Einblick erhalten, welche Themen in der Elektroindustrie aktuell sind und wie Unternehmen und Politik in Deutschland handeln und denken. Mit den Unternehmensvertretern haben wir uns auf Augenhöhe unterhalten können und Kontaktängste abgebaut. Gerne hätten wir konkrete Umsetzungen, Projekte und Produkte von Industrie 4.0 kennengelernt, diese wurden auf dem Kongress leider nicht vorgestellt. Für uns wünschenswert wäre außerdem die Integration der anwesenden Start Ups in den eigentlichen Kongressablauf gewesen, sie konnten sich lediglich in Essenspausen präsentieren. Insgesamt hat uns der Kongress um viele neue Erfahrungen bereichert.

Hier sind einige Impressionen von unserer Fahrt:

Bilder: © ZVEI / Christian Behrens und Daniel Völker